Kategorie: Veranstaltungen 2026

Ida Wells

  • 10 Jahre nach dem rechten Anschlag am OEZ – Antifa heißt Erinnern

    Vortrag von antifa.nt

    Freitag, 19.06.2026, Ort tba

    Am 22.7.2026 jährt sich der rechte Anschlag am OEZ in München zum zehnten Mal. Armela, Can, Dijamant, Guiliano, Hüseyin, Roberto, Sabine, Selçuk und Sevda wurden aus rassistischen Motiven ermordet. Obwohl der Anschlag zu den blutigsten Kapiteln des rechten Terrors in der Geschichte der Bundesrepublik zählt, blieb es lange Zeit sehr still um die Tat. Jahrelang kämpften die Angehörigen und Überlebenden gegen viele Widerstände um Anerkennung, Aufklärung und Konsequenzen. In dem Vortrag sollen die Hintergründe der Tat beleuchtet, der lange Kampf um Anerkennung nachgezeichnet und die offenen Fragen aufgezeigt werden. Darüber hinaus soll eine kritische Einordnung der Rolle des Staates und eine selbstkritische Perspektive als Antifas in zeitgenössischer Erinnerungspolitik zu rechtem Terror diskutiert werden.

  • Workshop „Musik im Gedenken an den 22.07.2011“

    Input und gemeinsames Singen

    Samstag, 20.06.2026, Ort tba

    Sonntag, 12.07.2026, Ort tba

    Mittwoch, 15.07.2026, Ort tba

    An diesen drei Terminen laden wir zu einer besonderen Form der Erinnerung ein: In drei Workshops haben Laiensänger*innen die Möglichkeit, zentrale Lieder der norwegischen Erinnerungskultur kennenzulernen und gemeinsam einzuüben. 

    Dazu gibt es Inputs zur Rolle von Liedern und Singen im Gedenken in Norwegen, zum historischen Kontext und zum Inhalt von einigen Gedichten und Liedern. Singen war und ist eine politische Praxis der norwegischen Zivilgesellschaft – sowohl im Gedenken an die 77 Opfer als auch in der Begleitung des Prozesses gegen Anders Breivik.

    Dem wollen wir uns gemeinsam sowohl inhaltlich als auch praktisch annähern. 

    Dabei wird aufgezeigt, wie gemeinsames Singen in Norwegen zu einem Ausdruck von Trauer, Solidarität und demokratischem Zusammenhalt wurde.

    Ziel ist es, das öffentliche Gedenken am 22.07. in Jena mit zu gestalten und und so aktiv zur Erinnerung an die Opfer beizutragen.

    Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten – musikalische Vorerfahrung ist nicht erforderlich. Gemeinsam soll ein Raum geschaffen werden, in dem Erinnerung nicht nur gedacht, sondern auch hörbar gemacht wird.

    Man kann an allen drei oder nur einzelnen Terminen teilnehmen. Schön wäre es auch, am 22.07. bei der Gedenkveranstaltung dabei zu sein, um dort mitzusingen.

  • Solidarität mit Betroffenen rechten Terrors sichtbar machen und auf die Straße tragen!

    Gemeinsames Transpi-Malen und Input zum 22.07.

    Sonntag, 12.07.2026, Ort tba

    15 bzw. 10 Jahre nach den rechtsterroristischen Anschlägen in Oslo, Utøya und München finden am 19.07. eine Demonstration in München und am 22.07. – dem Tag der Anschläge selbst – eine Gedenkkundgebung auch in Jena statt. Für diese Anlässe wollen wir gemeinsam Transpis malen und in entspannter und kreativer Atmosphäre den Nachmittag zusammen verbringen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Input dazu, was am 22.07. passiert ist und wollen uns beim Malen dazu austauschen und bei Keksen und Getränken ins Gespräch miteinander kommen. 

    Es braucht kein Vorwissen, nur Interesse und Lust zu Malen oder Menschen kennenzulernen. 

    Wer möchte, kann auch direkt vorher schon zum Workshop „Musik im Gedenken an den 22.07.2011“.

  • Reisebericht Oslo

    Freitag, 07.08.2026, Ort tba

    Im Frühjahr 2025 reisten wir nach Oslo, um uns vor Ort mit Angehörigen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen über die gesellschaftliche Aufarbeitung der Anschläge vom 22. Juli 2011 und die Erinnerung daran auszutauschen. Neben Gesprächen besuchten wir auch zentrale Orte des Geschehens und der Erinnerung.

    In einem Reisebericht wollen wir Einblicke in unsere Erfahrungen geben, persönliche Eindrücke schildern und von Perspektiven aus Norwegen berichten. Dabei wollen wir mit euch über den Umgang mit rechtem Terror und Gewalt und Erinnerungskultur ins Gespräch kommen.

  • Gedenken

    Mittwoch, 22.07.2026, 17:00 Uhr, Johannisstraße

    Wir gedenken gemeinsam an:

    Hanna Endresen | Tove Ashill Knutsen | Kai Hauge | Jon Vegard Lervag | Ida Marie Hill | Hanne Ekroll Loevlie | Anne Lise Holter | Kjersti Berg Sand | Mona Abdinur | Maria Maageroe Johannesen | Ismail Haji Ahmed | Ronja Soettar Johansen | Thomas Margido Antonsen | Sondre Kjoeren | Porntip Ardam | Margrethe Boeyum Kloeven | Modupe Ellen Awoyemi | Syvert Knudsen | Lene Maria Bergum | Anders Kristiansen | Kevin Daae Berland | Elisabeth Troennes Lie | Trond Berntsen | Gunnar Linaker | Sverre Flate Bjoerkavag | Tamta Lipartelliani | Torjus Jakobsen Blattmann | Eva Kathinka Lutken | Monica Boesei | Even Flugstad Malmedal | Carina Borgund | Tarald Kuven Mjelde | Johannes Buoe | Ruth Benedicte | Vatndal Nilsen | Asta Sofie Helland Dahl | Hakon Oedegaard | Sondre Furseth Dale | Emil Okkenhaug | Monica Iselin Didriksen | Diderik Aamodt Olsen | Gizem Dogan | Henrik Pedersen | Andreas Edvardsen | Rolf Christopher Johansen Perreau | Tore Eikeland | Karar Mustafa Qasim | Bendik Rosnaes Ellingsen | Bano Abobakar Rashid | Aleksander Aas Eriksen | Henrik Rasmussen | Andrine Bakkene Espeland | Synne Roeyneland | Hanne Balch Fjalestad | Ida Beathe Rogne | Silje Merete Fjellbu | Simon Saebo | Hanne Kristine Fridtun | Marianne Sandvik | Andreas Dalby Groennesby | Fredrik Lund Schjetne | Snorre Haller | Lejla Selaci | Rune Havdal | Birgitte Smetbak | Guro Vartdal Havoll | Isabel Victoria Green Sogn | Ingrid Berg Heggelund | Silje Stamneshagen | Karin Elena Holst | Victoria Stenberg | Eivind Hovden | Tina Sukuvara | Jamil Rafal Mohamad Jamil | Sharidyn Svebakk-Boehn |
    Steinar Jessen | Havard Vederhus | Espen Joergensen | Armela Segashi | Can Leyla | Dijamant Zabërgja | Guiliano Kollmann | Hüseyin Dayıcık | Roberto Rafael | Sabine S. | Selçuk Kılıç | Sevda Dağ

  • Film: Einzeltäter Teil 1: München

    Dokumentarfilm von Julian Vogel

    Dienstag, 21.07.2026, Kulturschlachthof

    Arbnor hat seine Schwester beim Anschlag am Olympia Einkaufszentrum verloren, Hasan und Sibel ihren Sohn. Lange mussten die Angehörigen darum kämpfen, dass der Staat den rassistischen Hintergrund der Tat anerkennt. Der Film begleitet die Protagonist*innen über mehrere Jahre in ihrem Kampf um die Erinnerung an ihre Angehörigen und die Anerkennung der rassistischen Tatmotivation. Der Film war für den Grimme-Preis nominiert und ist Teil einer Triologie in der auch die Angehörigen aus Halle und Hanau zu Wort kommen.